Schraubzwingen Test

Wer sich eine eigene Werkstatt einrichtet, wird um manche Geräte nicht herumkommen – selbst wenn man elektrische Geräte wie Kreissäge, Stichsäge und Bohrmaschine hinten anstellt, sollte man eine Reihe einfacher Handwerkszeuge sein Eigen nennen: einen Hammer, einen Schraubenzieher, eine Bügelsäge oder eben auch eine Schraubzwinge. Schließlich stellt diese insbesondere bei der Holzbearbeitung eine große Hilfe dar. Nicht nur Heimwerker, sondern auch handwerkliche und industrielle Betriebe setzen bei vielen Arbeiten auf diesen kleinen, praktischen Helfer. Was auf den ersten Blick nach einer simplen Konstruktion aussieht, weist aber dennoch Unterschiede auf. Damit sind nicht nur qualitative Merkmale gemeint, sondern auch die Bauweise, das Material und die Proportionen einer Schraubzwinge machen diese für manche Arbeiten mehr oder weniger geeignet. Wir haben für Sie eine Reihe Schraubzwingen untersucht und getestet und wollen Ihnen hiermit unsere Testsieger präsentieren. Natürlich bieten wir Ihnen aber auch Informationen rund um das Thema Schraubzwingen und geben Ihnen somit auch einen Ratgeber an die Hand, mit dem Sie selbst einschätzen können, welches Modell am besten für Ihre Zwecke geeignet ist.

Funktionsweise und Anwendungsgebiete

Bei der Schraubzwinge, welche auch als Klemmzwinge oder Schnellspannzwinge bezeichnet wird, handelt es sich um ein relativ simples Werkzeug, das in erster Linie eingesetzt wird, um, ähnlich wie ein Schraubstock, Werkstücke zu fixieren oder in Position zu halten. Dies ist beispielsweise nützlich, wenn zwei Werkstücke miteinander verleimt werden sollen – durch den Druck der Klemme kann nichts verrutschen und der Leim kann in Ruhe aushärten. Ebenso kann auch ein Werkstück in der Schraubzwinge eingeklemmt werden, um es sicherer mit einem anderen Werkzeug bearbeiten zu können. Je nach Bauweise der Schraubzwinge wird der gewünschte Druck entweder mit einem Gewinde oder über einen Hebel erzeugt. Der entsprechende Mechanismus bewegt die Spannarme in die richtige Position und hält sie dort auch. Aufgrund ihrer einfachen, aber effektiven Arbeitsweise wird die Schraubzwinge sowohl von Heimerkern als auch von professionellen Handwerkern gerne genutzt.

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Vor- und Nachteile

Die Verwendung einer Schraubzwinge bringt einige ganz klare Vorteile mit sich. Je nach Bauart sind diese Werkzeuge sehr vielseitig einsetzbar. Insbesondere Ausführungen aus Metall verbinden das mit einer langen Lebensdauer. Dazu kommt, dass auch gute Schraubzwingen noch zu recht erschwinglichen Preisen erhältlich sind. Die Handhabung einer Schraubzwinge ist generell recht simpel und auch ein größerer Kraftaufwand vonseiten des Benutzers ist nicht nötig. Als nachteilig lässt sich an sich nur aufführen, dass man ein gewisses Feingefühl, welches wiederum aus Erfahrung erwächst, benötigt, um eine Schraubzwinge optimal anzuwenden. Ein zu grobes Vorgehen kann schnell zu Schäden am Werkstück führen.

Spielarten der Schraubzwinge

Schraubzwingen lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien unterteilen, unter anderem der Fixierungsweise und dem verwendeten Material. Im Folgenden möchten wir Ihnen kurz auflisten, auf welche Varianten Sie sehr wahrscheinlich treffen werden, wenn Sie sich mit diesen Werkzeugen beschäftigen.
  1. Unterscheidung anhand der Fixierung:
    • Arretierungs- oder Einhandzwingen verfügen über eine praktische Einrastfunktion, um die Position der Druckplatten und damit auch das Werkstück zu fixieren. Diese Arretierung erlaubt es, die Schraubzwinge auch einhändig zu führen und verfügt über mehrere Stufen. Je mehr Stufen gegeben sind, desto präziser kann eine solche Schraubzwinge eingesetzt werden. Allerdings ist die entstehende Kraft geringer als bei anderen Ausführungen, weshalb ein von einer derartigen Schraubzwinge gehaltenes Werkstück nicht zu starken Vibrationen ausgesetzt werden sollte.
    • Hebelzwingen ähneln in ihrer Anwendung und ihren Eigenschaften den Arretierungszwingen – sie können als Einhandzwinge bedient werden, sind aber zugleich weniger kraftvoll als andere Bauarten und werden daher eher beim Verleimen als beim Bohren oder Sägen verwendet. Auch von der Bauweise ist eine solche Zwinge ähnlich, allerdings hat der sichernde Hebel keine variablen Einstellungen. Verglichen mit der Arretierungszwinge kann die Hebelzwinge etwas mehr Kraft aufbringen, was aber zulasten der Präzision geht.
    • Gewindezwingen sind die Schraubzwingen im eigentlichen Sinne und sind zwar etwas schwieriger zu handhaben, dafür aber sehr präzise anwendbar und in der Lage, einen besonders hohen Druck aufzubauen. Die Fixierung findet in diesem Fall über ein Gewinde statt, mit welchen die untere Druckplatte gegen das Werkstück gedrückt und dieses dadurch fixiert wird.
  2. Unterscheidung anhand des Materials:
    • Temperguss-Zwingen werden aus dem namensgebenden Gusseisen hergestellt und werden vor allem im Bereich der Holzbearbeitung eingesetzt. Die meisten handelsüblichen Schraubzwingen gehören in diese Kategorie. Durch die Eigenschaften des Temperguss sind diese Schraubzwingen sehr sicher und vibrationsfrei, im Gegenzug mangelt es ihnen aber auch an Elastizität.
    • Ganzstahl-Zwingen hingegen werden aus Stahl anstatt aus Gusseisen gefertigt. Dadurch sind sie elastischer, federnder und imstande, Schwingungen des Werkstücks zu absorbieren. Dies macht Sie bei der Metallbearbeitung attraktiver, bringt aber auch die Gefahr mit sich, Schwingungen zu verstärken, anstatt sie abzuleiten.
  3. Unterscheidung anhand besonderer Bauformen:
    • C-Schraubzwingen weisen weder eine Führungsschiene noch Spannarme auf, sondern bestehen aus einem C-förmigen Korpus, an dessen offener Seite die Gewindespindel ihren Platz findet. Diese Zwingen sind vergleichsweise einfach einzusetzen, haben aber aufgrund ihrer Bauweise nur einen eingeschränkten Höhenspielraum und sind daher eher für kleine Werkstücke gedacht.
    • Greifarmzwingen haben eine Gewindespindel, die nicht vertikal, sondern grob horizontal ausgerichtet ist, wodurch ein besserer Zugriff auf das Werkstück ermöglicht ist. Sie werden gerne bei der Metallbearbeitung, insbesondere bei der Arbeit mit einem Schweißgerät, eingesetzt.
    • Hochleistungsschraubzwingen zeichnen sich, wie der Name ja impliziert, durch eine besonders hohe Leistung aus und sind entsprechend auch größer dimensioniert. Außerhalb des industriellen Sektors findet man diese Modelle aber nur in Ausnahmefällen.
    • Parallel-Schraubzwingen verfügen über keine Führungsschiene, dafür aber über zwei parallel gelagerte Gewinde mit Druckplatten. Sie sind zwar recht präzise anwendbar, aber auch vergleichsweise kompliziert zu handhaben, weshalb sie eher für Nischen-Projekte genutzt wird.
    • Sparrenzwingen sind spezialisierte Schraubzwingen, die zum Handwerkszeug von Zimmerleuten gehören und bei der Bearbeitung von Dachsparren zum Einsatz kommen. Der Vorteil dieser schweren Gerätschaften ist dabei, dass sie eine besonders hohe Kraft erzeugen können.
    • Tiefspannschraubzwingen sind größer als übliche Schraubzwingen und weisen besonders lange Spannarme auf. Meist nutzt man mehrere dieser Zwingen gleichzeitig, um Druck auf ein großflächiges Werkstück auszuüben.

Die wichtigsten Hersteller

Die wichtigsten Hersteller

Bessey

Der Stuttgarter Werkzeughersteller Bessey Tool ist bereits seit den 1930er-Jahren ein bekannter Hersteller von Schraubzwingen, diese stellen neben Blechscheren die Kernprodukte des Unternehmens dar. In seinem Sortiment findet sich eine große Wahl an Temperguss- und Ganzstahl-Schraubzwingen.

Festool

Das schwäbische Unternehmen Festool ist an sich in erster Linie für seine Elektro- und Druckluftwerkzeuge bekannt. Allerdings lag der Kern des Sortiments schon seit Firmengründung bei Holzbearbeitungsgeräten, sodass es nicht verwundert, dass auch hochwertige Schraubzwingen unter diesem Markennamen vertrieben werden.

Makita

Auch das japanische Unternehmen Makita ist eher für Elektro-Werkzeuge bekannt und beliebt. Allerdings machte es für diesen Hersteller ebenfalls Sinn, Schraubzwingen als ergänzendes Werkzeug anzubieten, da ein großer Teil des Sortiments sich aus Holzbearbeitungsgeräten wie etwa Akku-Bohrern und großen Holzbearbeitungsmaschinen zusammen setzt.

Mannesmann

Der Düsseldorfer Hersteller Brüder Mannesmann war ursprünglich auf die Produktion von Metallröhren spezialisiert, erweiterte sein Portfolio mit der Zeit aber auch um verschiedene Werkzeuge, welche auch Schraubzwingen beinhaltet. Zwar existiert das ursprüngliche Unternehmen seit 2001 nicht mehr, aber unter dem Markennamen werden nach wie vor hochwertige Produkte vertrieben.

Silverline

Silverline gehört zu dem chinesischen Großunternehmen Great Star und stellt einen der größten Werkzeughersteller Asiens dar, der selbstverständlich auch Schraubzwingen produziert. Entgegen weitläufiger Meinung sind diese Produkte aus Fernost durchaus solide und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wolfcraft

Das Remscheider Familienunternehmen Wolfcraft produziert etwa 70 Jahren Werkzeuge, die sich primär an Heimwerker richten, aber auch bei Profis durchaus beliebt sind. Dazu gehören auch einige kraftvolle Schraubzwingen.

Das Material der Schraubzwinge

Material-Unterschiede gibt es bei Schraubzwingen vorwiegend bezüglich der Spannarme, während die Schiene so gut wie immer aus Metall (in der Regel Stahl) gefertigt wird. Auch bei den Spannarmen ist es üblich, Metall zu verwenden.
Wie bereits erwähnt wird hierbei zwischen Eisenguss und Stahl unterschieden. Bei der Verwendung von Gusseisen steht ganz klar Temperguss an erster Stelle, aber auch Druckguss wird vereinzelt verwendet. Sowohl Eisen als auch Stahl stellen robuste Materialien für die Teile einer Schraubzwinge dar und halten auch hohem Druck stand. Gusseisen ist dabei starrer und dadurch mehr für die Holzbearbeitung geeignet, während die Flexibilität von Stahl einen Vorteil bei der Metallbearbeitung darstellt. Bei gusseisernen Zwingen sollte man auf eine gute Lackierung achten, da diese sonst Rost ansetzen können. Ansonsten ist es auch wichtig, dass die Druckplatten über Schutzkappen aus Gummi oder Plastik verfügen, um Beschädigungen des Werkstückes zu verhindern.
Bei manchen Modellen werden statt metallenen Spannarmen aber auch Bauteile aus Holz oder Kunststoff verwendet. Diese haben den Vorteil, dass sie materialschonender sind und präziser eingesetzt werden können. Allerdings ist der mögliche Druck deutlich niedriger, sodass sie an sich nur bei der Holzbearbeitung sinnvoll eingesetzt werden können. Zudem sind diese Materialien deutlich empfindlicher als Metall und weisen dementsprechend eine deutlich niedrigere Lebenserwartung auf.

Thema Info Relevanz

Größe und Spannweite

Schraubzwingen lassen sich grob in drei Größenordnungen einteilen. Mit Größe ist hierbei in erster Linie die Spannweite der Zwinge gemeint, welche wiederum von der Länge der Führungsschiene abhängig ist. Diese Spannweite gibt natürlich auch vor, wie dick eingeklemmte Werkstücke maximal sein dürfen. Die kleinsten Schraubzwingen haben dabei eine Spannweite von 20 cm oder weniger und können entsprechend nur bei kleinen Werkstücken sinnvoll eingesetzt werden. Auch zum Verleimen sind kleine Schraubzwingen gut verwendbar, können aber eventuell an ihre Grenzen stoßen. Eine gute Wahl für die meisten Arbeiten stellen Schraubzwingen im Mittelfeld dar. Dieses kann man bei etwa 20 bis 80 cm verorten. Mit derartigen Modellen sind Sie auch in der Lage, die meisten Möbelstücke zu bearbeiten oder zu verleimen. Im privaten Raum eher selten werden Sie eine große Schraubzwinge benötigen, die eine Spannweite von bis zu 2 m haben kann. Solche Schraubzwingen können zwar sogar Werkstücke von der Größe eines Schrankes fixieren oder verleimen, sind aber auch entsprechend groß und unpräzise, weshalb sie für die meisten alltäglichen Aufgaben eher keine Option sind.

Achten Sie auf folgende Punkte beim Kauf

Wenn Sie eine Schraubzwinge erstehen wollen, gibt es einige Aspekte, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Grundsätzlich sollten Sie bei namhaften Herstellern wenig Probleme haben, aber auch bei diesen können sich Mängel als Produktionsfehler einschleichen. Überprüfen Sie die folgenden Punkte also, wenn möglich, vor dem Kauf oder sobald Sie die Ware erhalten haben. Auch wenn Sie sich damit natürlich nicht zu viel Zeit lassen sollten, sind Sie bei den von uns verlinkten Artikeln auf der sicheren Seite – in der Regel besteht eine 30-tägige Rücknahme-Pflicht, von der Sie auch Gebrauch machen sollten, wenn Sie unzufrieden sind.
  • Griffe
    Die Griffe einer Schraubzwinge sollten gut in der Hand liegen, um eine flüssige Arbeit zu ermöglichen. Leider kann es vorkommen, dass die Griffe unzureichend fixiert sind. Überprüfen Sie das am besten direkt beim Auspacken, an sich sollten Sie fest sitzen. Wenn Sie ein Ruckeln bemerken, ist das schon ein Indiz für eine unzureichende Verarbeitung. Auch Risse am Griff sollten Sie als einen Rückgabegrund sehen – entweder handelt es sich um einen Verarbeitungsfehler oder die Zwinge wurde gebraucht und nicht neu verkauft.
  • Gewindestange und Führungsschiene
    Bei der Gewindestange sollten Sie darauf achten, dass sie parallel zur Führungsstange verläuft. Wenn sie stattdessen schief sitzt oder sogar eine Krümmung aufweist, werden die Druckplatten keinen vernünftigen Halt bieten können. Wenn die Gewindestange oder die Führungsschiene zu dünn ist, kann es auch passieren, dass diese im Nachhinein verbiegt. Dies im Vorfeld zu überprüfen gestaltet sich natürlich eher als schwierig, zumal wir davon abraten würden, mit roher Gewalt einen Biegetest durchzuführen. Starten Sie stattdessen einen kleinen Testlauf mit einem Werkstück, bei dem Beschädigungen nicht weiter schlimm wären. In der Regel zeigen sich derartige Probleme bereits nach ein oder zwei Anwendungen. Dann sollten Sie aber auch entsprechend handeln, schlimmstenfalls kann das Werkzeug sonst sogar durchbrechen.
  • Druckplatten
    Bei den Druckplatten gilt es speziell auf die Schutzkappen einen guten Blick zu werfen. Bei einer gut gearbeiteten Schraubzwinge sollten diese gut fixiert sein. Wenn Sie hingegen eher locker aufzusitzen scheinen, müssen Sie damit rechnen, dass sie nach mehreren Benutzungen abfallen. Dies ist zugegebenermaßen ein Problem, dass mit einem guten Sekundenkleber schnell beseitigt werden kann, stellt aber trotzdem einen unnötigen Aufwand dar, den Sie sich andernfalls sparen können.

Die richtige Aufbewahrung

Wie an sich bei jedem Werkzeug gilt auch für die Schraubzwinge, dass man sie nur entsprechend pflegen muss, um sie auch lange zu können. Eventuelle Verschmutzungen sollten daher sofort entfernt werden, bevor sie sich festsetzen können. Überprüfen Sie die Zwinge auch idealerweise vor und nach jeder Nutzung, ob sie Beschädigungen aufweist – wenn diese während des Arbeitsvorgangs schlimmer werden, könnte eventuell ihr Werkstück ruiniert werden. Überprüfen Sie auch, ob das Gewinde noch gut funktioniert, hier kann eventuell ein Tropfen Öl helfen. Was die Lagerung angeht, sollten Sie die Schraubzwinge möglichst ordentlich und geschützt unterbringen, beispielsweise in einem Werkzeugwagen oder einem Werkzeugkoffer. Recht praktikabel ist es auch, sie an einer Werkstattwand aufzuhängen, was auch weithin die beliebteste Aufbewahrungsart ist. Sollten Sie ein größeres Set Ihr Eigen nennen, könnte sich auch ein spezialisierter Zwingenwagen lohnen. Vor allem, aber nicht nur bei gusseisernen Varianten sollten Sie zudem auf eine trockene Umgebung achten, damit es zu keinen verfrühten Abnutzungserscheinungen kommt.

Kostenfaktor

Anders als viele andere Teile, die zur Grundausstattung einer Werkstatt gezählt werden, sind Schraubzwingen auch heute noch komplett analog. Das spiegelt sich natürlich auch im Preis wider. Viele Schraubzwingen, auch von namhaften Herstellern, sind bereits für unter 10 € zu haben. Natürlich muss man hier etwas nach der Größe differenzieren. Eine kleine Schraubzwinge können Sie schon ab etwa 3 Euro erstehen. Für eine gute Zwinge der mittleren Größenordnung sollten Sie zwischen 12 und 20 Euro einplanen. Etwas teurer sind hierbei Komplettstahl-Ausführungen, aber auch diese langlebigen Schraubzwingen schlagen meistens mit nicht mehr als etwa 30 € ins Gewicht.