Ein Hochdruckreiniger ist das ideale Gerät, um auch hartnäckigen Schmutz in kurzer Zeit zu entfernen. Dabei wird das Reinigungsgerät durch das Versprühen von Wasser unter hohem Druck zum Einsatz gebracht. Von der Grundidee her also ähnlich wie ein Sandstrahler, und einige Hochdruckreiniger können tatsächlich vergleichbare Ergebnisse wie diese erzielen. Für alltägliche Reinigungsarbeiten sind solche starken Geräte natürlich nur bedingt geeignet.

Druck

Allerdings darf der Hochdruckreiniger nicht zu schwach sein, da sonst die Reinigungswirkung zu wünschen übrig lässt und sie anschließend erneut schrubben müssen. Empfohlen wird generell ein Druck von 100 bar oder mehr, der aber von den meisten kabelgebundenen Geräten problemlos erreicht wird. Für die Reinigung Ihres Pkws gelten aber natürlich andere Maßstäbe als für eine Terrasse oder einen Gartenweg. Zwar kann ein Auto durch Matsch und anderen Dreck genauso hartnäckig verschmutzt sein, hat aber mit seinen lackierten Teilen eine deutlich empfindlichere Oberfläche, weshalb zu viel Druck ebenfalls hinderlich sein kann. Wenn Sie den Hochdruckreiniger primär zur Reinigung Ihres fahrbaren Untersatzes nutzen wollen, würden wir Ihnen daher eher zu einem Akku-Hochdruckreiniger raten. Diese erbringen üblicherweise nur zwischen 20 und 30 bar, was aber für diese Zwecke ausreicht und sich als deutlich materialschonender erweist.

Durchfluss

Ein weiterer Aspekt, den Sie berücksichtigen sollten, ist die Durchflussmenge. Damit wird beschrieben, wie viel Wasser das Gerät in einer bestimmten Zeit pumpen kann. Dies wird in der Regel in Litern pro Stunde angegeben. Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert, desto schneller kommen Sie mit der Arbeit voran. Während für größere Arbeiten ein Wert von 400 bis 600 l/h empfohlen wird, kann man hier ebenfalls mit etwas niedrigeren Werten arbeiten. Tatsächlich sind Sie im Normalfall in einem Bereich von 100 bis 300 l/h gut bedient.

Die richtigen Düsen

Natürlich ist es auch bei der Fahrzeugreinigung besonders wichtig, welches Zubehör, insbesondere welche Düsen und Aufsätze Sie verwenden. Mit einer normalen Düse, Lanze oder Hochdruckpistole können Sie Ihr Auto bereits problemlos reinigen. Bedenken Sie dabei natürlich, dass wir hier nur von der Karosserie und nicht vom Innenraum des Fahrzeugs sprechen – weder die Polster noch elektronische Teile werden sonderlich gut darauf reagieren, wenn Sie mit einem Wasserstrahl beschossen werden. Im Außenbereich hingegen lassen sich auch angetrocknete Dreckreste schnell von Blech, Scheiben und Reifen entfernen. Geben Sie während der Reinigung Acht, dass Sie den Aufsatz möglichst flach halten. Ein zu steiler Winkel kann zur Folge haben, dass nicht nur der Schmutz, sondern auch die Lackierung angegriffen werden – wie bereits erwähnt sind insbesondere die größeren Geräte sehr leistungsstark und schon kleine Risse im Lack bieten ihnen einen Angriffspunkt. Wenn mehrere Düsen vorhanden sind, sollten Sie dementsprechend eine mit entsprechend kleinem Winkel wählen.

© Mark Schellhase

Reinigungsaufsätze

Manche Hochdruckreiniger werden mit speziellen Sets zur Automobilreinigung geliefert, die den Arbeitsvorgang zusätzlich erleichtern sollen und natürlich auch dem Schutz des Lackes zuträglicher sind. Meistens bestehen diese aus einer einstellbaren Düse und einem Bürstenaufsatz. Erstere ist dazu gedacht, Ihnen das Finden eines geeigneten Winkels zu erleichtern, während letztere bei hartnäckigeren Verschmutzungen helfen soll, ohne zu viel Wasserdruck aufzubauen. Wie bei einem Lappen oder einer normalen Bürste wird hiermit auch das Schmutzwasser gezielt weggeschoben. Ebenfalls häufig angeboten werden Düsen im 90°-Winkel, die speziell für die schwer zugänglichen Teile des Fahrzeugs gedacht sind, beispielsweise die Unterseite oder der Reifenraum. Solche Aufsätze erleichtern natürlich den Zugang ungemein und vermeiden unnötiges Bücken und Herumkrabbeln auf dem Boden. Ein letzter üblicher Aufsatz ist ein Seifenspender oder eine Schaumbürste. Diese Zubehörteile werden wir gleich noch kurz beleuchten.

 

Reinigungsmittel

Zu guter Letzt sollten nämlich auch die Reinigungsmittel angesprochen werden. In der Regel arbeitet ein Hochdruckreiniger auch ohne die Zugabe von Reinigungsmitteln, da der Schmutz durch physikalische Kraft entfernt wird. Viele Geräte haben aber die Möglichkeit, Reinigungsmittel über einen speziellen Tank oder einen Aufsatz zuzuführen. Ein konkretes Beispiel sind die bereits erwähnten Schaumbürsten und Seifenspender. Diese Aufsätze kommen mit einem kleinen Reservoir, in welches Seife oder andere Reinigungsmittel eingefüllt werden können. Über den Bürstenteil des Aufsatzes wird dieses dann schonen auf der Oberfläche verteilt. Für die Fahrzeugreinigung ist das auch durchaus sinnvoll – sich nur auf rohe Kraft zu verlassen, ist bei dem vergleichsweise empfindlichen Lack ein Fehler und dementsprechend bietet ein Reinigungsmittel eine sinnvolle Ergänzung. Zudem bieten viele Hersteller spezielle Pflegemittel für diverse Oberflächen, darunter auch lackierte Teile wie die eines Automobils an. Wir empfehlen Ihnen jedoch, nur umweltverträgliche Reinigungsmittel zu verwenden. Diese kosten zwar etwas mehr, aber die Umwelt wird es Ihnen danken.

Fazit

Mit einem Hochdruckreiniger bietet sich Ihnen ein optimales Mittel, um Ihr Auto selbst dann schnell und mühelos wieder sauber zu bekommen, wenn es regelrecht im Matsch gebadet hat. Versichern Sie sich aber, dass das Gerät die technischen Eigenschaften dafür aufweist und investieren Sie auf jeden Fall in passendes Zubehör. Hief finden Sie weitere Informationen und eine Übersicht aller getesteten Hochdruckreiniger.