Zangen Test

Zangen gehören neben Werkzeugen wie Hämmern, Schraubendrehern und Sägen zu der Standardausrüstung von so gut wie jedem Heimwerker und Handwerker. Das Arbeitsprinzip einer Zange ist schließlich ebenso simpel wie effektiv. Dies hat aber auch zur Folge, dass es zahlreiche verschiedene Zangen gibt, die in unterschiedlichen Arbeitsschritten und Umgebungen genutzt werden. Daher haben wir für Sie verschiedene Zangen unter die Lupe genommen, sodass Sie einen übersichtlichen Ratgeber haben, welche Zange zu welchem Zweck die Beste ist. Ein direkter Vergleich zwischen teilweise so verschiedenen Werkzeugen ist natürlich kaum möglich, weshalb wir Ihnen keinen direkten Testsieger vorstellen können. Aber wir haben neben unseren Informationen zu diesem Thema auch ein paar Modelle herausgepickt, die uns besonders positiv aufgefallen sind und Links zu unseren Partner-Shops wie Amazon beigefügt. Scheuen Sie sich aber auch nicht davor, dieses Angebot genau zu prüfen – schließlich wollen wir, dass Sie letztendlich zufrieden mit Ihrem Kauf sind. Für etwas konkretere Empfehlungen und Testberichte werfen Sie am besten einen Blick auf unsere verlinkten Seiten der spezifischen Zangen. In diesen Tests hat sich unsere Redaktion ausführlich mit diesen Werkzeugen beschäftigt.

Aufbau und Funktion

Der Grundaufbau einer Zange ist im Grunde genommen fast immer gleich und somit auf das definierende Merkmal einer Zange. Dieser besteht aus drei Komponenten:
  1. Der Griff bzw. die beiden Griffe stellen logischerweise den Part der Zange dar, der bei der Handhabung gegriffen wird. Je nach Anwendungsbereich ist dieser entweder unbeschichtet (wenn die Umgebungsbedingungen eine Beschichtung angreifen würden) oder mit Kunststoff beschichtet. Bei einer Beschichtung ist darauf zu achten, dass diese möglichst ergonomisch gestaltet ist, um ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen. Eine Gummierung ist hier von großem Vorteil, da sie ein Abrutschen verhindert. Spezielle Varianten bei der Beschichtung stellen ESD-Griffe und VDE-Griffe an. Erstere sind im Elektronikbereich beleibt, da sie eine statische Aufladung der Zange verhindern. VDE-Griffe wiederum sind zusätzlich noch gegen Stromspannung isoliert und dementsprechend unumgänglich, wenn man an Stromkabeln arbeitet.
  2. Das Gelenk oder Gewerbe ist der Verbindungspunkt der beiden Hebel (jeweils bestehend aus Griff und Zangenkopf) und dient der reibungslosen Bewegung und Kraftübertragung bei der Zange. Man unterscheidet hierbei zwischen aufgelegten und durchgesteckten Gewerben. Da es einfacher herzustellen ist, nutzen die meisten Zangen ein aufgelegtes Gelenk, bei dem die Zangenschenkel mithilfe eines Bolzens verbunden werden. Bei einem durchgesteckten Gewerbe hingegen sind die beiden Hebel direkt ineinander verschachtelt, indem ein Schenkel durch eine Öffnung des Zweiten geführt wird. Dies ist besonders bei Präzisionszangen die bessere Wahl, da auch eine Abnutzung des Gewerbes wenig Auswirkung auf die Genauigkeit hat. Bezüglich des Gelenks muss noch angemerkt werden, dass manche Zangen alternative Verbindungsarten wählen. Auf diese gehen wir bei der Betrachtung der einzelnen Zangenarten genauer ein.
  3. Der Zangenkopf ist der Part der Zange, der bestimmt, wie das Werkzeug genau eingesetzt werden kann. Die Backen können der Grundform her z-B. flach oder angeraut sein, um ein Objekt zu greifen oder eine angeschärfte Komponente aufweisen, um zum Schneiden verwendet zu werden. Die genaue Ausprägung hängt dabei von der Art der Zange ab. Generell wichtig ist hierbei, dass der Zangenkopf kürzer ist als der Griff. Die Zange nutzt nämlich das Prinzip eines Hebels und kann somit eine gute Kraftübertragung ermöglichen. Je länger der Griff also im Vergleich zum Zangenkopf ist, desto mehr Kraft kann auf das Werkstück einwirken. Bei der Länge des Zangenkopfes kann es durchaus größere Unterschiede geben, je nachdem, zu welchen Arbeitsvorgängen die Zange gedacht ist.

Anwendungsgebiete

Auch wenn alle Zangen einen ähnlichen Aufbau haben, können die Anwendungsgebiete sich durchaus weit unterscheiden. Grundsätzlich gibt es drei große Verwendungszwecke, für die eine Zange konzipiert sein kann: Zum Verformen oder Umformen von Materialien, zum Schneiden oder Trennen von Werkstoffen oder zum Greifen oder Halten von Objekten. Kombizangen können hierbei mehrere dieser Funktionen übernehmen, indem sie beispielsweise einen flachen Part zum Greifen und einen geschärften Part zum Durchtrennen von Kabeln aufweisen.
In einer Werkstatt und bei handwerklichen Arbeiten sind Zangen dementsprechend nützliche und vielseitiger Helfer, die je nach Bauform unterschiedliche Prozesse unterstützen können. Welche genau dies sind, werden wir bei der Betrachtung der verschiedenen Arten von Zangen genauer eingehen. Neben den im handwerklichen Bereich verwendeten Zangen wollen wir aber auch noch kurz auf andere Bereiche eingehen, in denen Zangen verwendet werden. Insbesondere beim Umgang mit Lebensmitteln findet sich die Zange immer wieder als Hilfsmittel, speziell in ihrer greifenden und haltenden Ausprägung – die meisten Leute hatten schließlich schon eine Gebäckzange, Grillzange oder Spaghettizange in der Hand. Aber auch der Medizin sind Zangen nicht wegzudenken, interessanterweise aus einem ähnlichen Grund – um ein hygienischeres und einfacheres Vorgehen zu ermöglichen. Beispiele aus diesem Bereich wären etwa die Tupferzange, die chirurgische Extraktionszange oder die zur Blutstillung verwendete Arterienzange.

Varianten der Zange

Abisolierzangen

Die Abisolierzange ist eine trennende Zange, welche speziell zur Entfernung elektrischer Isolierungen bei Drähten und Kabeln konzipiert ist. Sie existiert in verschiedenen Ausführungen, die aber alle die runde oder v-förmige Schneidöffnung gemein haben, mit der die Isolierung geschnitten und abgezogen werden kann. Die Zange muss dazu auf die Drahtdicke eingestellt werden, um den Draht selbst nicht zu beschädigen. Es existieren aber auch sogenannte automatische Abisolierzangen, bei denen diese Eichung automatisch durchgeführt wird. Thermische Abisolierzangen wiederum arbeiten nicht mich mechanischer Krafteinwirkung, sondern mit durch Stromzufluss aufgeheizte Klingen. Diese sind aber nur mit Thermoplast-Isolierungen kombinierbar.

Biegezangen

Die Biegezange ist eine zweihändig geführte Zange, welche beim Biegen von dünnen Metallrohren Verwendung findet. Einer der Zangenköpfe ist dabei flach, während der andere über eine runde Oberfläche und eine Fixierung für das Rohr verfügt. Durch den Druck wird das Rohr über die runde Fläche gebogen. Diese Form des manuellen Biegens wird nach wie vor für Rohr- und Hydraulikleitungen verwendet.

Bolzenschneider

Der Bolzenschneider oder Mattenschneider ist eine Zange, die zum Trennen dicker Metallteile verwendet wird und primär zum Zuschneiden von Moniereisen zum Einsatz kommt. Bolzenschneider haben einen kleinen Zangenkopf mit geschärften Kanten, aber auch einen ausgesprochen langen Griff, der zusammen mit einem doppelten Hebelmechanismus eine beeindruckende Kraftübertragung ermöglichen. Dieses Werkzeug ist allerdings auch so groß, dass es mit beiden Händen bedient werden muss. Der Zangenkopf ist in der Regel austauschbar.

Crimpzangen

Die Crimpzange ist eine Zange, die zum Verformen von Material genutzt wird, um genau zu sein, um zu crimpen. Darunter versteht man die rein mechanische Verbindung zweier Komponenten. Crimpzangen besitzen flache Backen, in denen sich Aussparungen für Hülsen verschiedener Größen finden, die für den jeweiligen Arbeitsschritt richtig gewählt werden müssen. Dieses Verfahren wird primär von Elektrikern und Elektronikern angewandt, aber auch im Kfz-Bereich werden diese Verbindungen oft gelöteten oder geschweißten Komponenten vorgezogen.

Drahtschneider

Der Drahtschneider stellt eine Art Zwischenform zwischen Zange und Schere dar, weshalb auch der Begriff Drahtschere geläufig ist. Wie der Name im Grunde schon mitteilt, ist dieses Werkzeug zum Schneiden von Draht gedacht. Die Schneiden des kleinen Zangenkopfes sind leicht zueinander versetzt, sodass sie wie bei einer Schere aneinander vorbeilaufen. Dies ermöglicht einen saubereren Schnitt als bei anderen Zangen.

Drahtzwirbelzangen

Die Drahtzwirbelzange, auch Drillzange, Verdrillzange oder Rödelzange genannt, wird zum Anbringen und Verdrillen von Sicherheitsdrähten, wie sie beim Fahrzeug- und Luftmaschinenbau üblich sind, verwendet. Die Drillzange kann an einem Drahtpaar fixiert werden und verfügt über eine zentrale Spindel, mit der das gesamte Werkzeug schnell gedreht werden kann. Auf diese Weise wird der Draht rasch und sicher verbunden.

Elektronikzangen

Unter einer Elektronikzange versteht man eine kleine, handliche Zange, die – wie der Name ja schon sagt – im Elektronikbereich, insbesondere bei Klein- und Reparaturarbeiten Verwendung findet. Es handelt sich also um kein Elektro-Gerät, sondern um ein Werkzeug um mit elektronischen Bauteilen zu arbeiten. Die genaue Art der Zange kann sich hierbei stark unterscheiden. Es gibt sowohl greifende Elektronikzangen (in der Form von Flachzangen, Flachrundzungen und Rundzangen) als auch trennende Elektronikzangen (in der Form von Seitenschneidern, Vornschneidern und Schrägschneidern). Ein gemeinsames Merkmal all dieser Zangen ist aber, dass sie üblicherweise mit einem ESD-Griff versehen sind. Zudem sind sie in der Regel mit einem Federmechanismus versehen, der die Zange ohne Druck offen hält und ein präziseres Arbeiten ermöglicht.

Feststellzangen

Die Feststellzange wird auch als Festklemmzange, Schweißerzange und Gripzange bezeichnet. Bei ihr handelt es sich um eine greifende Zange, die aber über eine Besonderheit verfügt: Sie besitzt eine Kniehebel-Mechanik, durch welche zum einen sehr hohe Kraft erzeugt und zum anderen die Zange in einer bestimmten Position fixiert werden kann. In erster Linie werden diese Zangen dazu verwendet, Bleche oder Rohre, die verschweißt oder verlötet werden sollen, zu fixieren. Darüber hinaus können Sie zum Lösen extrem fester Schraubverbindungen genutzt werden, dies sollte man aber nur tun, wenn die Mutter oder Schraube ohnehin schon so beschädigt ist, dass kein anderes Werkzeug mehr greift.

Flachzangen

Die Flachzange ist in erster Linie eine greifende Zange, kann aber auch zum Verformen von Werkstücken eingesetzt werden. Die Greifbacken haben eine rechteckige, aufgeraute Fläche und können dadurch eine gute Haltekraft, besonders auch bei etwas großflächigeren Objekten liefern. Entsprechend werden Flachzangen beispielsweise bei der Bearbeitung von Blechen gerne eingesetzt.

Greifzangen

Die Greifzange oder Greifhilfe ist kein handwerkliches Werkzeug, sondern vielmehr ein Hilfsmittel, das unter anderem körperlich gebrechliche Menschen im Alltag unterstützen soll. Aber auch bei Gartenarbeiten oder beim Aufsammeln von Müll kommen Greifhilfen zum Einsatz. Technisch gesehen hebt sich die Greifzange klar von anderen Zangen ab, da sie nicht über den typischen Aufbau mit zwei Griffen verfügt, sondern stattdessen einen bis zu 1 m langen Stiehl aufweist, an dem der einzelne, meist pistolenförmige Griff befestigt ist. Innerhalb der Stange ist ein System aus Hebeln und Federn verborgen, mit dem die Greifbacken je nach Bauart geschlossen oder geöffnet werden können.

Hafenzangen

Die Hafenzange, auch Hafengabel oder Topfgabel genannt, wird bei Glasherstellung verwendet, um den Tiegel mit dem geschmolzenen Glas anheben und transportieren zu können. Sie wird dabei durch zusätzliche Querstangen gesichert, um einen besseren Halt zu bieten. Hafenzangen verfügen aufgrund der Hitze, der sie ausgesetzt sind, üblicherweise über keine Beschichtung.

Hydraulikzangen

Hydraulische Zangen stellen eine ganz klare Ausnahme bei den Zangen dar, den diese schweren Geräte werden nicht mit Muskelkraft, sondern mit hydraulischer Kraftübertragung betrieben. Hierbei gibt es zwei übliche Ausführungen. Der hydraulische Rettungssatz wird von der Feuerwehr und anderen Ersthelfern benutzt, um bei Autounfällen schnelle Hilfe leisten zu können. Je nach benötigter Aufgabe kann der Zangenkopf ausgetauscht werden, um Metall entweder zu durchtrennen oder aufzustemmen. Die andere Form der hydraulischen Zange stellt die Abbruchzange, die auch als auch Abbruchschere, Betonzange oder Betonschere bezeichnet wird, dar. Diese wird an einem Bagger oder einem vergleichbaren Trägerfahrzeug montiert und dient dazu, Stahlbetonteile zu durchtrennen.

Kabelschneider

Kabelschneider oder Kabelscheren sind zum Trennen von Kabeln gedacht. Sie schneiden dabei eher wie eine Schere als wie eine Trenn-Zange und liefern in der Regel sehr saubere Ergebnisse, da das Kabel kaum gequetscht und dadurch deformiert wird. Kabelschneider sind allerdings nur für weiche Metalle wie Kupfer oder Aluminium geeignet.

Kernfangzangen

Die Kernfangzange ist eine flache Spezialzange, die bei Kernbohrungen zum Einsatz kommt. Sie wird als Hilfsmittel verwendet, um den Bohrkern aus der Bohrung zu entfernen und ist dementsprechend eine Greif-Zange.

Kneifzangen

Die Kneifzange (auch Beißzange, Kantenzange oder Kneife) ist eine Zange, die sowohl zum Greifen als auch zum Trennen eingesetzt werden kann. Sie verfügt über einen geschwungenen Zangenkopf mit zwei keilförmigen Schneiden und kann als eine der Urformen der Zange betrachtet werden. Durch ihre Form ist sie besonders gut dazu geeignet, Nägel und Krampen zu greifen und aus einem Werkstück oder Untergrund herauszuziehen. Durch die Schneiden kann die Kneifzange aber auch Drähte und dünne Metallstifte abtrennen.

Kombizangen

Die Kombizange, kurz für Kombinationszange, vereint die Funktionalitäten mehrerer Zangen in sich. Der Zangenkopf hat dafür unterschiedliche Partien, die denen einer Flachzange, einer Rohrzange und eines Seitenschneiders entsprechen. Entsprechend kann sie sowohl zum Greifen und Halten als auch zum Trennen von Drähten verwendet werden. Sie ist insbesondere bei Elektrikern sehr beliebt, weshalb sie in der Regel über einen Griff mit VDE-Isolierung verfügt.

Lochzangen

Die Lochzange ist ein Werkzeug, welches zum Ausstanzen von Löchern verwendet wird. Einer der Zangenköpfe verfügt dabei über einen runden Stempel oder ein rundes Stanzmesser, während der andere eine feste Gegenfläche bietet. Lochzangen mit Stempel finden in erster Linie bei der Bearbeitung von Blechen Verwendung, während Modelle mit Stanzmesser für Leder und Stoff eingesetzt werden. Eine Variante der Lochzange ist die Schaffnerzange oder Kontrollzange, die mit einem Dorn Löcher in Papier stanzen kann.

Mittenschneider

Der Mittenschneider verfügt über einen kleinen Zangenkopf mit keilförmigen Schneiden, die zentral an den Backen angebracht sind, sowie lange Griffe. Teilweise verfügen Mittenschneider über einen doppelten Hebelmechanismus, wie er auch Bolzenschneidern üblich ist. Sie werden üblicherweise zum Durchtrennen von Drähten oder Saiten verwendet.

Monierzangen

Die Monierzange, welche auch als Rabitzzange, Flechterzange und Rödelzange bekannt ist, ähnelt im Aufbau der Kneifzange und weißt denselben geschwungenen, mit zwei Schneiden versehenen Zangenkopf auf. Der Kopf ist allerdings kleiner, bei einem schmaleren und längeren Gesamtaufbau. Wie auch die Kneifzange kann sie zum Lösen von Nägeln und Durchtrennen von Drähten verwendet werden, ihr Haupteinsatzgebiet findet sich aber im Stahlbetonbau. Dort wird sie eingesetzt, um Bindedrähte zu verdrillen und durchzutrennen.

Multifunktionswerkzeuge

Multifunktionswerkzeuge sind zwar per se keine Zangen, sollen hier aber trotzdem kurz erwähnt werden, da meist eine Zange die zentrale Komponente eines Multitools bildet. In der Regel handelt es sich dabei um eine Flachzange oder Kombizange.

Nietzangen

Die Nietzange und ihre Variante, die Blindnietzange, werden verwendet, um Nieten bzw. Blindnieten an einem Werkstück anzubringen. Die Nietzange hat nur einen einteiligen Zangenkopf, in welchen die Niete eingeführt wird. Durch einen darin verborgenen Dorn wird sie erst in das Werkstück gedrückt und anschließend gepresst, sodass sie sich ausweitet und das entsprechende Loch ausfüllt.

Papageienzangen

Die Papageienzange hat ihren Namen von der Form des Zangenkopfes, der ein wenig an den Schnabel eines Papageien erinnert. Sie gehört zum Handwerkszeug eines Fliesenlegers, den sie kann genutzt werden, um Keramikfliesen zu kürzen oder Löcher in diesen zu erweitern.

Rohrschneidezangen

Die Rohrschneidezange ist eine spezielle Trennzange, die zum Schneiden von Plastikrohren verwendet wird. Eine Backe ist hierbei flach, während die andere eine geschärfte Klinge besitzt.

Rohrzangen

Die Rohrzange, je nach genauer Bauweise auch als Schwedenzange oder Eckrohrzange bezeichnet, ist eine greifende Zange, die zum Halten und Drehen von Gewinderohren verwendet wird. Der untere Teil des Zangenkopfes ist flach, während der obere geschwungen ist, um das Rohr besser greifen zu können. Aus demselben Grund verfügen beide Backen über ausgeprägte Greifzähne. Sie wird häufig mit der Wasserpumpenzange verwechselt, ist aber im Vergleich zu dieser größer und durch eine Rändelschraube stufenlos fixierbar.

Rundzangen

Die Rundzange oder Schmuckbiegezange ist eine greifende Zange, welche aber auch zum Formen von Material, speziell bei der Bearbeitung von Edelmetallen benutzt wird. Anders als beispielsweise die Spitz- oder die Flachzange weist die Rundzange runde Backen auf. Häufig werden mit ihr Drahtösen und Blechstreifen in Form gebracht.

Schmiedezangen

Die Schmiedezange ist, wie der Name es schon andeutet, eine spezielle Ausprägung der Zange, die bei Schmiedearbeiten zum Einsatz kommt. Sie wird zum Halten und Bewegen des Werkstücks während des Schmiedens verwendet und weist geschwungene Backen auf, die an eine Kneifzange erinnern. Der Griff ist allerdings deutlich länger. In der Regel haben Schmiedezangen keinen beschichteten Griff, da der Kunststoffüberzug die Hitze des Schmiedefeuers nicht überstehen würde.

Seitenschneider

Der Seitenschneider ist eine trennende Zange, die primär bei Drähten, aber auch bei dünnen Blechen eingesetzt wird. Seinen Namen hat der Seitenschneider daher, dass seine Schneiden (im Gegensatz zum Mittenschneider) nicht zentral, sondern am Rand des Zangenkopfes angebracht wurden. Dadurch ist zwar die Kraftübertragung schlechter als bei anderen Trennzangen, aber die Schnitte können präziser und gleichmäßiger durchgeführt werden.

Sicherungsringzangen

Die Sicherungsringzange oder Seegerringzange ist eine Spezialzange, die zum Anbringen von Spreng- und Sicherheitsringen verwendet wird. Zu diesem Zweck verfügt diese Mini-Zange über sehr schmale, runde Backenköpfe, mit denen die Sicherheitsringe gegriffen und zusammengedrückt werden können. Teilweise wird die Sicherungsringzange auch als Spreizzange konstruiert, bei der sich die Zange dank eines Federmechanismus beim Drücken öffnet, anstatt schließt und ein genaueres Arbeiten ermöglicht.

Spitzzangen

Die Spitzzange (alternativ: Flachrundzange oder Storchschnabelzange) ist eine greifende Zange, welche insbesondere bei der Arbeit mit Drähten und kleinen elektronischen Bauteilen angewandt wird. Der Zangenkopf einer Spitzzange läuft konisch zu und ist aufgeraut. Bei manchen Modellen ist die Spitze angewinkelt und kann dadurch auch schwerer zugängliche Stellen erreichen. Häufig ist die Flachrundzange auch mit einem Seitenschneider kombiniert. Ebenfalls häufig, wenn auch nicht standardmäßig gegeben, ist eine ESD- oder VDE-Isolierung.

Vornschneider

Der Vornschneider oder Frontschneider ist ein vor allem in der Elektrotechnik benutztes Schneidewerkzeug. Die Schneiden dieser Zange sind anders als bei den meisten Trennzangen nicht entlang des Zangenkopfes, sondern an dessen Spitze, also quer zum Griff angeordnet. Er erinnert dadurch an eine gestauchte Version der Kneifzange. Diese Anordnung ermöglicht es aber auch in beengten Verhältnissen Drähte zu kürzen.

Wasserpumpenzangen

Die Wasserpumpenzange wird aufgrund des ähnlichen Einsatzgebietes häufig mit der Rohrzange in einen Topf geworfen, da beide Formen der Zange primär zum Greifen von Rohren verwendet werden. Die Wasserpumpenzange ist allerdings leichter und verfügt in der Regel über keine Fixierungsmöglichkeit. Der Zangenkopf einer Wasserpumpenzange verfügt über eine rundliche, mit Greifzähnen versehene Öffnung, die ideal zum Greifen von Rohren oder Muttern ist. Der Abstand der beiden Backen ist einstellbar. Die meisten Wasserpumpenzangen verfügen mittlerweile über durchgesteckte Gelenke und sind entsprechend langlebig.

Material

Das Grundmaterial einer Zange ist im Grunde genommen immer dasselbe, nämlich ein stabiler Werkzeugstahl. Unterscheiden kann man hierbei zwischen legiertem und unlegiertem Stahl. Günstigere Zangen nutzen unlegierten Stahl, der etwas weicher ist und sich entsprechend schneller abnutzt. Für viele Zangen ist das auch durchaus ausreichend. Wenn Sie aber Wert auf langlebigeres Werkzeug legen oder eine Zange benötigen, die auch stärker beansprucht werden kann, sollten Sie auf legierten Stahl Wert legen. Gebräuchlich sind hierbei insbesondere Chrom- und Vanadium-Zusätze.
Bei der Beschichtung des Griffes gibt es hingegen größere Unterschiede, die sich aber mehr auf die Arbeitsqualität als auf die Haltbarkeit des Werkzeugs beziehen. Generell funktioniert eine Zange auch ohne Beschichtung, aber ein einfacher Kunststoff-Überzug sorgt in der Regel bereits für einen besseren Halt. Ideal sind aber Mehrkomponentengriffe, welche unterschiedliche Kunststoffe kombinieren und dadurch einen ergonomischeren Halt gewährleisten sollen. Insbesondere Gummikomponenten sind hierbei sehr empfehlenswert. Die unterschiedlichen Materialien werden teilweise auch zur Farbkodierung genutzt, um zum Beispiel Besonderheiten wie eine ESD- oder VDE-Eignung zu kennzeichnen.

Pflege

Prinzipiell sind Zangen Werkzeuge, die relativ wenig Pflege benötigen. Zuvörderst sollten Sie darauf achten, dass Sie die Zange richtig lagern. Wie bei den meisten Werkzeugen bedeutet das: Sie sollte an einem möglichst trockenen Ort verwahrt werden. Hochwertige Zangen sind zwar verchromt oder mit einer Lackschicht versehen, doch gerade letztere nutzt sich mit der Zeit ab und bei entsprechend kann sich auch bei einem hochwertigen Modell Rost bilden, wenn es falsch gelagert wird. Hilfreich ist es in diesem Zusammenhang, die Zange regelmäßig zu ölen. Dazu kann sowohl spezielles Werkzeugöl als auch herkömmliches Motorenöl verwendet werden. Ein paar Tropfen Öl auf dem Gelenk sorgen zudem dazu, dass dieses länger gängig bleibt.
Etwas problematisch wird es hingegen, wenn die Zange sich zu sehr abnutzt oder beschädigt ist. Es ist technisch zwar durchaus möglich, Schäden zu beheben, aber Ersatzteile werden nur in Einzelfällen angeboten und in der Regel ist die Reparatur teurer als eine Neuanschaffung. Bei stumpfen Schneiden kommt noch hinzu, dass diese durch das Nachschleifen zu viel Oberfläche verlieren und nicht länger passgenau aufeinanderliegen. Gerade bei präzisen Arbeiten kann dies ein merkbarer Nachteil werden.

Die wichtigsten Hersteller

BoschBrüder MannesmannGedoreKnipexNWSWiha

Bosch

Der Stuttgarter Hersteller Bosch ist natürlich in erster Linie für seine zahlreichen hochwertigen Elektrowerkzeuge bekannt. Allerdings finden sowohl in der Produktserie Home and Garden als auch in Professional-Reihe auch einfache, aber gut gefertigte Handwerkzeuge, was natürlich auch Zangen einschließt.

Brüder Mannesmann

Brüder Mannesmann (nicht zu verwechseln mit den ehemaligen Mannesmann-Konzern) ist eine Forma mit Hauptsitz in Remscheid. Der ursprüngliche Schwerpunkt dieses Herstellers lag bei Armaturen, wurde aber in den 1970ern mit der Tochtergesellschaft Brüder Mannesmann Werkzeuge um diverse Handwerkzeuge ergänzt. Angesichts des ursprünglichen Schwerpunktes ist es nicht verwunderlich, dass sich darunter auch hochwertige Zangen befinden.

Gedore

Die Firma Gedore aus Remscheid ist ein weltweit bekannter Hersteller von Handwerkzeugen. Ursprünglich wurden vor allem Schraubenschlüssel und artverwandte Werkzeuge hergestellt, doch mittlerweile zählen auch zahlreiche Zangen zum Sortiment von Gedore. Der Hersteller deckt dabei sowohl Werkzeuge für den Heimgebrauch als auch unter der Bezeichnung Gedore red für den professionellen Einsatz ab.

Knipex

Das in Wuppertal ansässige Unternehmen Knipex war schon zum Zeitpunkt seiner Gründung in den 1880er auf die Herstellung von Zangen spezialisiert und kann auch heute noch als einer der führenden Produzenten dieser Werkzeuge gelten, wobei Produkte wie die Cobra-Serie nur ein Beispiel von vielen sind. Dementsprechend bietet Knipex eine breite Auswahl an Zangen verschiedenster Macharten an.

NWS

Der aus Solingen stammende Hersteller NWS ist ein Werkzeughersteller, dessen Produkte sich in erster Linie an kommerzielle Nutzer richten. Dementsprechend kann man bei NWS gewissen Standards rechnen und erhält in der Regel hochwertige Handwerkzeuge, einschließlich einer breiten Palette an verschiedenen Zangen.

Wiha

Wiha Tools ist ein aus dem Schwarzwald stammender Hersteller, der vor allem Werkzeugsets anbietet. Aber auch einzelne Handwerkzeuge, u.a. natürlich auch Zangen, sind von dieser Marke erhältlich. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch, dass Wiha viele Zangen mit ESD- und VDE-Beschichtung anbietet.

Kostenfaktor

Generell gesprochen sind Zangen, unabhängig davon, um welche Art von Zange es sich handelt, nicht gerade die teuersten Werkzeuge. Selbst teure Zangen finden sich in einem Preisbereich von ca. 30 bis 40 Euro. In diesem Fall erhalten Sie aber auch schon ein Produkt, dass selbst professionellen Ansprüchen standhalten kann. Als Heimwerker reicht es meist, wenn Sie ein Budget von etwa 20 Euro für eine Zange einplanen – in dieser Preiskategorie erhalten Sie üblicherweise ein Produkt, dass seinen Zweck erfüllt und auch stabil genug gefertigt wurde, um nicht nach wenigen Anwendungen schon die ersten Macken aufzuweisen. Bei günstigeren Zangen ist allerdings Vorsicht geboten. Gerade wenn Sie online recherchieren, werden Sie auch Modelle finden, die für unter 10 € angeboten werden. Diese haben meistens aber auch keine sonderliche hohe Lebenserwartung oder weisen Verarbeitungsfehler auf. Für den Notfall oder eine sehr sporadische Nutzung mag das ausreichen, aber wir würden Ihnen trotzdem empfehlen, die geringfügig teureren Modelle vorzuziehen. Hierbei sollte noch erwähnt werden, dass wir in diesem Zusammenhang von einzelnen Zangen und nicht einem kompletten Zangensatz sprechen. Der Preis eines ganzen Sets ist natürlich höher anzusetzen. Hierbei sollten Sie sich natürlich fragen, ob Sie wirklich ein ganzes Set kaufen wollen und müssen. Schließlich werden Sie in Ihrem Haushalt wahrscheinlich nicht alle Kategorien von Zangen benötigen.