Akku Heckenscheren Test

Als Handwerker, der einen eigenen Garten hat, weiß man, wie viel Arbeit darin stecken kann – Beetpflege, Rasenmähen und regelmäßiges Stutzen der Hecke. Wenn man eine hohe oder lange Hecke oder viele Büsche besitzt, reicht eine herkömmliche Heckenschere oft nicht aus. Auch eine elektrische Heckenschere kann Schwierigkeiten bereiten, wenn man kein Verlängerungskabel durch den ganzen Garten legen will. Hier bietet die Akku-Heckenschere eine Lösung. Diese Geräte sind schnell und mobil. Es gibt viele namhafte Hersteller wie Bosch, Einhell, Gardena und Makita, die verschiedene Modelle anbieten.

Doch welche Heckenschere ist die Beste für Ihren Garten? Unser Akku Heckenscheren Test versucht Ihnen eine Antwort zu geben. Wir haben eine Reihe dieser Geräte untersucht und einen Testsieger gefunden. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, die über Preis und Leistung hinausgehen. Wir möchten Ihnen ein umfassendes Bild bieten, damit Sie selbst entscheiden können, welche Heckenschere für Sie die Beste ist.

Zögern Sie nicht, eine zweite Meinung einzuholen. Die Stiftung Warentest hat diesen Gerätetyp bisher nicht getestet, aber Sie können online viele Rezensionen finden, die zu ähnlichen Ergebnissen gekommen sind wie unser Team.

Unsere Testkriterien

Für unseren Akku-Heckenscheren-Test haben wir Modelle verschiedener Hersteller genau unter die Lupe genommen. Dies schließt sowohl eine Überprüfung der Herstellerangaben als auch einen Praxistest an verschiedenen Materialien mit ein. Zudem haben wir unsere Ergebnisse mit Rezensionen für das jeweilige Gerät abgeglichen, um noch einmal gezielt potenzielle Schwachstellen abzuklopfen. Einige Aspekte waren uns dabei besonders wichtig:
  1. Die Akkuqualität: Primär war hierbei die Lauf- und die Ladezeit des Akkus von Bedeutung. Als positiv wurde hierbei auch eine Kompatibilität mit anderen Geräten vermerkt, während veraltete Akkus auf Nickelbasis sich negativ auf unsere Bewertung ausgewirkt haben.
  2. Die Gehäusequalität: Hierunter verstehen wir die allgemeine Qualität des Produktes und seine Verarbeitung. Wenn uns dieses nicht robust genug oder zu schlampig verarbeitet vorkam, gab es entsprechende Abzüge für die Heckenschere.
  3. Der Arbeitskomfort: Hierbei ging es uns in erster Linie darum, wie leicht die Akku Heckenschere zu handhaben war. Eine intuitive und unkomplizierte Handhabung war hierbei im Vordergrund, aber auch, ob man einen Griff hat und ob das Gewicht richtig ausbalanciert wurde.
  4. Die Schnittleistung: Natürlich ebenfalls wichtig war, ob die Heckenschere ein sauberes Ergebnis liefert. Dazu müssen die Messer scharf sein und nach mehrfacher Nutzung auch bleiben.
  5. Die Sicherheit: Die Sicherheitsaspekte sind bei einem Gerät wie einer Heckenschere natürlich ebenfalls essenziell. Hierbei war uns zum einen natürlich die allgemeine Verarbeitung wichtig, die ja bereits einen eigenen Punkt darstellt, aber auch, welche Sicherheitsvorkehrungen vorhanden sind und ob diese zuverlässig funktionieren. Ausstattungen wie ein Klingenschutz und ein Antiblockiersystem stellen somit deutliche Pluspunkte dar.

Einsatzgebiet

An sich kann eine Akku-Heckenschere überall dort eingesetzt werden, wo auch eine herkömmliche elektrische Heckenschere Verwendung findet, bieten aber durch den kabellosen Antrieb ein höheres Maß an Flexibilität. Der Art der beschnittenen Pflanzen sind dabei wenig Grenzen gesetzt, denn prinzipiell kann mit einem solchen Gerät jeder Strauch und jede Hecke beschnitten werden. Bei größeren Gewächsen sollte man allerdings vorsichtig vorgehen – strombetriebene Heckenscheren haben ihre Grenzen und sind nicht dafür konzipiert, dicke Äste zu durchtrennen.

 

Funktionsweise

Von der Funktionsweise her ähneln Akku-Heckenscheren (und prinzipiell auch ihre kabelgebundenen und mit Benzin betriebenen Varianten) auf den ersten Blick eher einer Säge als einer Schere. Grund dafür ist der Aufbau, der aus einem Schwert ähnlich dem einer Kettensäge besteht. Allerdings ist das Schwert bei diesen Modellen nicht mit einer Schneidkette oder Sägezähnen besetzt. Vielmehr handelt sich um eine Kombination aus zwei mit Messern besetzten Leisten, von denen eine feststehend ist und die andere durch den Motor hin- und herbewegt wird. Dadurch fungieren diese tatsächlich wie in Reihe geschaltete, kleine Scheren und rechtfertigen die Bezeichnung „Heckenschere“ für diese Geräte.

 

Varianten der Akku-Heckenschere

Akku-Teleskop-Heckenscheren

Die Akku-Teleskop-Heckenschere (auch Hochheckenschere genannt) ist die Akku-Variante der Teleskop-Heckenschere, die für besonders hohe Hecken gedacht ist. Das Grundprinzip ist dasselbe wie bei einer herkömmlichen Heckenschere, allerdings verfügt sie über einen sogenannten Teleskopstab, mit dem auch Gewächse von 5 m Höhe oder mehr beschnitten werden können. Teilweise ist ein solcher Langstiel auch als Zubehörteil einer herkömmlichen Akkuheckenschere erhältlich.

Akku-Strauchscheren

Akku-Strauchscheren wiederum sind im Grunde kleinere und leichtere Versionen der herkömmlichen Akku-Heckenschere. Sie haben dementsprechend auch weniger als Leistung als die Standardausführung, was aber keinen wirklichen Verlust darstellt – diese Geräte sind nämlich nicht für großflächige Stutzarbeiten, sondern für Form- und Feinschnitte gedacht. Viele Modelle haben zudem ein austauschbares Schwert und können mit wenigen Handgriffen in eine Grasschere umfunktioniert werden, um z.B. Rasenkanten nachzuschneiden.

 

 

Vor- und Nachteile

Vorteile

Eine Akku Heckenschere differenziert sich von vergleichbaren Geräten natürlich vorrangig dadurch, dass sie mit einem Akku betrieben wird und bringt dementsprechend alle Vorteile mit, die generell für ein Akku-betriebenes Gerät gelten. Als Elektro-Geräte operieren diese Gartenwerkzeuge vergleichsweise leise und sorgen dementsprechend für wenig Unmut bei Nachbarn und anderen Anwohnern. Sie sind in der Regel mühelos und ohne lange Einlernzeit benutzbar und sparen natürlich Zeit bei der Gartenarbeit, vor allem, wenn man den Vergleich zu einer mechanischen Heckenschere sucht. Der größte Vorteil einer akkubetriebenen Schere ist aber natürlich, dass sie auf ein Stromkabel verzichten kann. Dies schließt nicht nur mit ein, dass Sie als Nutzer einen größeren Bewegungsradius haben, sondern sorgt auch für eine höhere Gerätesicherheit. Zum einen kann ein Stromkabel nämlich schnell zur Stolperfalle werden. Zum anderen kann es auch schnell passieren, dass das Kabel in den Weg der Klinge gelangt und beschädigt, wenn nicht sogar durchtrennt wird. Dieses Risiko besteht bei einer Akku-Heckenschere natürlich nicht.

Nachteile

Wie auch bei den Vorteilen liegen die meisten Nachteile von Akku-Heckenscheren in der Akkutechnologie selbst. Am offenkundigsten ist hierbei natürlich die Akku-Laufzeit zu nennen – sobald der Akku leer ist, ist auch die Arbeit mit der Heckenschere zwangsweise beendet oder zumindest pausiert. Natürlich kann man einen Austausch-Akku bereithalten, aber dieser stellt eine zusätzliche Investition dar, die man beim Kauf nicht vergessen sollte. Gerade, wenn Sie eine hohe Hecke angehen und dementsprechend über Kopf arbeiten müssen, sollten Sie außerdem nicht vergessen, dass der Akku zusätzliches Gewicht mit sich bringt und eine Akku-Heckenschere dementsprechend in der Regel schwerer ist als ein vergleichbares kabelgebundenes Modell. Ein Punkt, über den man sich wiederum streiten kann, ist die Leistungsfähigkeit von Akku-Heckenscheren. Es ist zwar durchaus korrekt, dass elektrische Heckenscheren mehr Leistung erbringen können, aber dank moderner Akkutechnologie wird dieser Unterschied zusehends marginal. Aber Akku-Heckenscheren haben ganz klare Grenzen. Bei dickeren Ästen (ab ca. 2 cm) waren alle getesteten Modelle überfordert. In diesen Fällen erzielen sowohl Benzin-Heckenscheren als auch große mechanische Heckenscheren bessere Ergebnisse.

 

Die wichtigsten Hersteller

Black & DeckerBoschEinhellGardenaMakitaMetaboRyobiStihlWORX

Black & Decker

Der amerikanische Hersteller Black & Decker (teilweise auch in der Schreibweise Black+Decker) hat eine große Auswahl von hochwertigen Akku-Heckenscheren in seinem Sortiment. Die Ausstattung und der Preis variieren hierbei stark, aber alle Modelle können sowohl mit einem sorgfältig gearbeiteten Schwert als auch mit durchdachten Sicherheitsvorkehrungen punkten.

Black & Decker GTC1845L20

Pros

  • Leichte Bauweise
  • Hochqualitatives Schwert
  • Umfassende Sicherheitsausstattung

Cons

  • Schwacher Akku
Die GTC1845L20 von Black & Decker hält im Großen und Ganzen, was sie verspricht. Das Gerät ist leicht, aber stabil gebaut und hat eine erstaunlich gute Schnittqualität für seine Größenordnung. Auch die integrierten Sicherheitsvorkehrungen können sich sehen lassen, neben der Zweihandsicherheitsschaltung sorgen auch ein Handschutz und die verwendete E-Drive-Technologie für ein sicheres und gleichmäßiges Vorankommen. In dieser Hinsicht ist nur der Klingenschutz zu bemängeln, dieser könnte etwas stabiler gefertigt sein. Einen kritischen Punkt stellt allerdings der Akku dar: Zwar liefert dieser durchaus eine gute Leistung, ist aber schnell entladen. Die Ladezeit ist mit knapp 4 Stunden ebenfalls sehr lange. Wer bereits andere Akku-Geräte von Black & Decker besitzt, kann allerdings aufatmen, da dasselbe Akkusystem verwendet wird.

Bosch

Das Stuttgarter Unternehmen Bosch ist generell eine Firma, die mit Elektrogeräten verbunden wird, und dabei bilden auch Akku-Heckenscheren keine Ausnahme. Bosch überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung, sowohl was das Gehäuse als auch was die Klingen angeht. Neben Standard-Geräten bietet dieser Hersteller sowohl leistungsstärkere als auch für feinere Arbeiten gedachte Spielarten an, was auch eine gewisse Preisvarianz mit sich bringt.

Bosch AHS 50-20 LI

Pros

  • Solide Verarbeitung
  • Geringes Gewicht
  • Lange Akkulaufzeit

Cons

  • Tatsächliche Leistung entspricht nicht der Produktbeschreibung
Die Bosch AHS 50-20 LI ist eine Heckenschere, die uns in vielen Belangen von sich überzeugen konnte. Prinzipiell handelt es sich bei diesem Gerät um ein sehr solides und auch zuverlässiges Modell. Sowohl Gehäuse als auch Schwert sind solide verarbeitet. Der Bügelgriff ermöglicht einen sicheren und zugleich flexiblen Halt, wodurch gemeinsam mit dem geringen Gewicht von 2,5 kg eine sehr präzise Arbeitsweise gewährleistet wird. Auch der Akku konnte aus rein technischer Sicht von sich überzeugen und stach durch eine lange Laufzeit hervor. Allerdings konnte das Gerät die sich selbst gesetzten Maßstäbe aus der Produktbeschreibung nicht erfüllen, dickere Äste als 20 mm konnte die Heckenschere leider nicht bewältigen. Ärgerlich ist bei diesem Produkt auch, dass Bosch sich dagegen entschieden hat, es in die Power for All-Linie einzugliedern - der Akku ist spezifisch für dieses Modell und nicht mit anderen Geräten kompatibel.

Einhell

Die Akku-Heckenscheren der in Bayern ansässigen Firma Einhell überzeugen insbesondere im Preisvergleich – die gut verarbeiteten und sicheren Geräte sind allesamt erschwinglich und bieten damit ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis.

Einhell GE-CH 1846 Li

Pros

  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Leichte Bauweise
  • Hohe Schnittkraft

Cons

  • Mängel bei der Verarbeitung
Wie man es bei Einhell gewohnt ist, bietet auch die GE-CH 1846 Li ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für knapp 90 € erhält man ein leichtgewichtiges und ergonomisches Gerät inklusive Akku, das gleichzeitig auch gute Ergebnisse liefert und mit etwas Geduld sogar Äste mit einer Stärke von bis zu 3 cm durchtrennen kann. Sowohl der Akku als auch das Schwert sind gut verarbeitet, allerdings hat das Gehäuse in unserem Stresstest schnell Macken bekommen. Keine davon war so gravierend, dass die Heckenschere nicht mehr benutzbar gewesen wäre, aber Ästhetik und Arbeitskomfort leiden unter diesen kleinen Beschädigungen. Ebenfalls Vorsicht ist geboten, wenn die Heckenschere beim Schneiden blockieren sollte. Wir selbst können dies zwar nicht bestätigen, aber uns wurde aus mehreren Quellen bestätigt, dass es in diesen Fällen zu ernsthaften Beschädigungen des Gerätes kommen kann.

Gardena

Gardena ist in Ulm ansässig und in Deutschland fast schon synonym mit Gartengerätschaften. Dementsprechend bietet dieser Hersteller eine große Auswahl an Akku Heckenscheren an. Diese sind in der Regel sehr stabil gebaut und bieten einen hohen Nutzerkomfort. Preislich sind diese weitgefächert, wobei man bereits für wenig Geld qualitativ hochwertige Produkte erhalten kann.

Gardena ComfortCut 60 18V-P4A

Pros

  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Vergleichsweise leichte Bauweise

Cons

Die ComfortCut 60 18V-P4A zeigt recht gut, warum Gardena einen so guten Ruf im Bereich Gartengeräte hat: Auch uns konnte diese Akku-Heckenschere voll und ganz von sich überzeugen. Das Gehäuse ist aus hochwertigem und sehr stabilem Kunststoff, der auch stärkerer Belastung problemlos standhält, ohne für unnötiges Gewicht zu sorgen. Das Schwert und die dazugehörigen Messer sind ebenfalls von hoher Qualität und versprechen - die richtige Pflege vorausgesetzt natürlich - eine lange Lebensdauer des Gerätes. Was die Schneidkraft angeht, ist diese Heckenschere zwar nicht ganz an der Spitze, kann aber immerhin beachtliche 2 cm Dicke noch sauber verarbeiten. Der Akku bietet genug Leistung, um 50 bis 60 Minuten am Stück durchzulaufen und weiter gute Schnittergebnisse zu liefern. Zudem ist die ComfortCut auch mit den meisten Akkus von Gardena und Bosch kompatibel.

Makita

Der japanischer Hersteller Makita bietet generell hochwertige Akku-Heckenscheren an, die sich in der Regel durch hochwertige Klingen, zuverlässige Schutzvorrichtungen und ergonomische Handgriffe auszeichnen. Preislich ist Makita im Mittelfeld anzuordnen, wobei es sowohl einige Schnäppchen als auch einige teurere Modelle gibt.

Makita DUH523Z

Pros

  • Schnelle Akkuladezeit
  • Hochwertige Verarbeitung

Cons

Bei der DUH523Z von Makita handelt es sich um ein gewohnt hochwertiges Produkt dieses Herstellers, an dem wir keine schwerwiegenden Mängel feststellen konnten. Diese Heckenschere ist vielleicht nicht unbedingt die leistungsstärkste Variante auf dem Markt, kann dies aber durch die präzisen, doppelt geschliffenen Klingen problemlos wieder wettmachen. Äste mit bis zu 2 cm Durchmesser stellen kein Problem für die Messer, alles darüber wird jedoch wie bei den meisten Akku-Heckenscheren problematisch. Das Gerät liegt bei der Arbeit gut in der Hand und ermöglicht ein schnelles Vorankommen. Der Akku tut hierbei sein übriges - nicht nur erlaubt er ein langes durchgehendes Arbeiten, zudem ist er mit dem im Set enthaltenen Ladegerät innerhalb von weniger als einer halben Stunde wieder aufgeladen.

Metabo

Der Hersteller Metabo aus Nürtingen ist bekannt für seine hochwertigen Elektrogeräte, was sich leider auch in einem vergleichsweise hohen Preis niederschlägt. Dieser ist aber auch ein Stück weit gerechtfertigt, da Metabo mit seinen Geräten nicht nur eine hohe Qualität, sondern auch eine lange Lebensdauer verspricht.

Metabo AHS 18-65 V

Pros

  • Leistungsstarker Antrieb
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Energiesparender Betrieb

Cons

  • Sicherheitsmängel nach langer Benutzung
Die AHS 18-65 V folgt dem üblichen Credo des Herstellers Metabo: Man bekommt eine Heckenschere, bei der sowohl Schwert als auch Gehäuse sehr gut und stabil verarbeitet sind. Sowohl Schnittstärke als auch Stromverbrauch sind Bereiche, in denen dieses Gartengerät glänzen kann. Auf der anderen Seite hat es - ebenfalls wie bei dem Hersteller üblich - keine großen Zusatzfunktionen oder Bonusausstattungen und ist daher mit seinem Preis (172,32 € zum Zeitpunkt dieser Rezension) auch preislich eher oben anzurechnen. Zusatzkosten kann man sich eventuell aber sparen. Ein Akku ist in diesem Preis zwar nicht mit inbegriffen, aber die Heckenschere ist mit den Akkus von nahezu allen Akkugeräten der Firma kompatibel. Kritisch beurteilen müssen wir leider die Sicherheitsvorkehrungen des Gerätes. In unserem Stresstest begann sich einer der Sicherheitsknöpfe zu verklemmen, wodurch die Bewegung der Klingen beim Loslassen nicht sofort gestoppt wurde. Dies stellt ein hohes Verletzungsrisiko dar. Nach unseren Recherchen scheint dieser Fabrikationsfehler zwar ein Ausnahmefall zu sein, doch sie sollten das Risiko dennoch im Hinterkopf behalten.

Ryobi

Das japanische Unternehmen Ryobi hat zwar einen starken Fokus auf Maschinenteile, ist aber dennoch auch mit einer großen Auswahl an Elektrogeräten auf dem Markt vertreten. Sowohl die Verarbeitung als auch die Sicherheitsvorkehrungen seiner Akku-Heckenscheren lässt wenig Wünsche übrig, zudem ist generell ein rutschfester und ergonomischer Griff gegeben. Die Preise sind je nach Modell sehr unterschiedlich, was zum einen an der Zusatzausstattung, zum anderen an der teilweise enormen Arbeitsleistung der Geräte liegt.

Ryobi OHT1855R

Pros

  • Hohe Schnittleistung
  • Einfache Reinigung
  • Komfortable Arbeitsweise

Cons

  • Schwächen im Langzeitbetrieb
Die Ryobi OHT1855R ist eine Akku-Heckenschere, die (obwohl ohne Akku geliefert) etwas teurer ist, aber auch sehr gute Ergebnisse liefert. Sowohl mit der Schnittleistung als auch mit der Akkulaufzeit waren wir an sich sehr zufrieden. Zudem liegt die OHT1855R sehr gut in der Hand und bietet durch den drehbaren Handgriff die Option, schnell eine bequeme Arbeitsposition zu finden. An Sicherheitsmaßnahmen ist zusätzlich zu den üblichen Sicherheitsschaltern ein zuverlässiges Antiblockiersystem eingebaut. Ebenfalls lobend hervorheben müssen wir den Schnittgutkehrer, der grobe Verschmutzungen bereits während des Betriebs entfernt und die Pflege des Gerätes somit deutlich einfacher gestaltet. Ihre Schwächen zeigt diese Akkuheckenschere allerdings im Langzeitbetrieb. In unserem Stresstest, welcher diesen simulieren soll, kam es zu Motorproblemen, die wiederum einen Ausfall des Gerätes zur Folge hatten. Achten Sie daher genau auf Unregelmäßigkeiten und Probleme im Betrieb und scheuen Sie sich nicht, von der Herstellergarantie Gebrauch zu machen.

Stihl

Das schwäbische Familienunternehmen Stihl ist als Spezialist für Forstwirtschaft und Gartenpflege bekannt und führt dementsprechend auch einige hervorragend und sicher konstruierte Akku-Heckenscheren in seinem Sortiment. Generell muss man bei Stihl aber leider mit einem höheren Anschaffungspreis rechnen als bei den meisten anderen Marken.

STIHL HSA 56

Pros

  • Hohe Schnittleistung
  • Leistungsstarker Akku
  • Intuitive Bedienung

Cons

  • Hoher Anschaffungspreis
Die HSA 56 von Stihl zeichnet sich durch eine beeindruckende Schnittleistung aus. Zwar erreicht auch diese Heckenschere bei etwa 2 cm Astdicke ihre Grenzen, alles darunter schneidet sie jedoch mühelos und bei richtiger Handhabung in sehr kurzer Zeit. Diese sollte aber auch kein Problem darstellen, da das Gerät gut in der Hand liegt und auf komplizierte Sonderfunktionen verzichtet. Der mitgelieferte Akku schafft es auch problemlos, das leistungsstarke Gerät mit Energie zu versorgen und kann mit einer Laufzeit von streckenweise bis zu 2 Stunden aufwarten. All dies schlägt sich aber auch im Preis nieder, der mit über 300 € selbst dann noch hoch ist, wenn man das mitgelieferte Ladegerät und den Akku berücksichtigt. Letztlich noch erwähnen müssen wir, dass eine Reihe von Nutzer über einen Mangel an Langlebigkeit bei diesem Artikel klagt. Zumindest in unseren Tests hat sich der HSA 56 jedoch gut geschlagen und keine überdurchschnittlichen Abnutzungserscheinungen gezeigt.

WORX

Das chinesische Unternehmen WORX bietet sowohl Garten- als auch generell Elektrowerkzeuge an, wozu auch Akku-Heckenscheren gehören. Diese zeichnen sich durch einen leichten und ergonomischen Bau aus und sind im mittleren Preissegment verortet. Ein kleines Manko bei den Heckenscheren von WORX ist leider der Akku – die Qualität und Laufzeit schwankt hierbei von Modell zu Modell sehr stark.

WORX WG261E.9

Pros

  • Außergewöhnlich leichte Bauweise
  • Zuverlässiger Akku

Cons

  • Niedrige Schnittleistung
Die WG261E.9 von WORX ist eine Akku-Heckenschere, die primär durch ihr geringes Gewicht aus der Masse hervorsticht. Dieses sorgt dafür, dass die Bedienung sehr einfach ist und man auch längere Zeit über Kopf arbeiten kann. Das Gehäuse kann zwar nicht mit dem manch anderer Modelle mithalten, ist aber trotzdem solide und stabil genug, um bei sachgemäßem Umgang keine Schäden davon zu tragen. Das Schwert ist ebenfalls gut verarbeitet, allerdings ist der Messerschutz etwas unglücklich konstruiert und beim Schneiden manchmal im Weg. Trotzdem liefert diese Akku-Heckenschere ein sauberes und gutes Ergebnis ab. Allerdings ist sie nicht für dickere Äste geeignet und hat schon bei einer Stärke von etwa 1 cm ernsthafte Probleme - anderweitige Angaben in der Produktbeschreibung sind also mit Vorsicht zu genießen.

 

Schneidsystem

Beim Schneidsystem gibt es mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden sollten:
  • Die Schnittlänge gibt an, wie lang das Schwert Ihrer Akku-Heckenschere ist und somit natürlich auch, welcher Arbeitsradius Ihnen effektiv zur Verfügung steht. Eine größere Schnittlänge lässt sie natürlich auch höhere Zweige erreichen oder eine größere Fläche auf einmal beschneiden. Im Gegenzug wird die Heckenschere aber auch schwerer und unhandlicher. Das ist auch der Grund, weshalb man kaum einmal eine Akku-Heckenschere mit einer Schnittlänge von mehr als 50 cm antrifft.
  • Der Zahnabstand bezeichnet den Abstand zwischen den einzelnen Messern, die am Schwert angebracht sind. Hierbei gilt: Je größer der Zahnabstand, desto dicker sind die Äste, die damit durchschnitten werden können. Als Faustregel können Sie davon ausgehen, dass die Äste 2 bis 4 mm dünner sein sollten, um effektiv gegen Sie vorzugehen. Häufig wird die maximale Astdicke oder die Schnittstärke auch separat bei den technischen Details aufgeführt.
  • Der Messerschutz oder Schwertschutz ist ein Ausstattungsmerkmal, das dem Schutz der Klingen gilt. Wenn das Schwert mit hartem Material wie etwa einer Mauer in Berührung kommt, bietet dieser einen Puffer, um Schäden an den Messern zu vermeiden.

Akku-Technologie

Der Akku stellt gewissermaßen das Herzstück einer Akku-Heckenschere dar und sollte deshalb genau unter die Lupe genommen werden. Besonders achten sollten Sie dabei auf die Art des Akkus. Ältere Modelle nutzen noch Nickel-Cadmium-Akkus (abgekürzt: NiCd). Diese haben eine vergleichsweise niedrige Lebenserwartung und neigen dazu, sich schnell zu entladen. Von daher raten wir Ihnen tendenziell davon ab, sich auf diese Art von Akku zu verlassen. Erfreulicherweise stellen inzwischen jedoch Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ionen) den Standard in puncto Akkutechnologie dar. Diese sind nicht nur leichter und handlicher als ihre Vorgänger, sondern entladen sich auch deutlich schwächer und können deutlich länger genutzt werden. Der größte Vorteil der Li-Ionen-Akkus ist aber, dass es zu keinem sogenannten „Memory-Effekt“ kommt. Dies bezeichnet das Problem älterer Akkus, bei denen durch Teilentladungen die gesamte Kapazität des Akkus dauerhaft sinken konnte. Bei Lithium-basierten Akkus tritt nicht nur diese Problematik nicht mehr auf, tatsächlich erhöht die Lagerung im teilentladenen Zustand sogar die Lebensdauer des Akkus.

Akkusysteme

Wenn man versucht, sich einen Überblick über Akku-Heckenscheren zu verschaffen, wird man schnell feststellen, dass viele Geräte ohne einen Akku und ohne ein Ladegerät angeboten werden. Was zunächst nach einer fraglichen Praxis aussieht, die zusätzliche Ausgaben nötig macht, hat aber tatsächlich seinen Sinn und kann sich als durchaus vorteilhaft für den Nutzer erweisen. Immer mehr Hersteller setzen nämlich auf Akkusysteme. Hinter diesem Begriff verbirgt sich der Umstand, dass ein Akku für alle Akku-Geräte des Herstellers genutzt werden kann. Wenn Sie also bereits einen Akku für einen Akku-Bohrer der Marke im Haus haben, kann dieser auch in der Akku-Heckenschere eingesetzt werden. Es existieren darüber hinaus auch herstellerübergreifende Akkusysteme, von denen die größten das CAS (Cordless Alliance System) von Metabo und die Power for All Alliance, welche unter anderem Bosch und Gardena abdeckt, darstellen. Natürlich ist der Hintergedanke der Hersteller, eine gewisse Markenbindung zu erreichen, aber wenn Sie mit einem Hersteller zufrieden sind und mehrere seiner Akkugeräte besitzen, können Sie dadurch einiges an Ausgaben einsparen.

 

Wartung und Pflege

Grundsätzlich gilt natürlich für Akku-Heckenscheren dasselbe Prinzip wie bei allen anderen Elektrowerkzeugen: Wählen Sie einen passenden, möglichst trockenen Platz zur Aufbewahrung und gehen Sie generell achtsam mit dem Gerät um, dann werden Sie lange Freude daran haben. Aber selbstverständlich hat eine solche Heckenschere auch ihre Besonderheiten.
Ein Schritt, den Sie nach jeder Anwendung Ihrer Akku-Heckenschere mit einplanen sollten, ist eine gründliche Reinigung dieses Gartenhelfers. Entfernen Sie dazu als Erstes den Akku, um Verletzungen durch eine versehentliche Aktivierung der Heckenschere zu vermeiden. Anschließend sollten Sie Reste aus den Zwischenräumen entfernen, was im Normalfall mit einer groben Bürste gelingen dürfte. Anschließend sollten Sie das Schwert und die Klingen von Harzresten und anderen Pflanzensäften befreien. Dies ist sehr wichtig, da die Klingen ansonsten verkleben können. Hierfür gibt es spezielle Harzlöser, die als Spray appliziert und anschließend mit einem sauberen Tuch abgerieben werden können. Je nach Verschmutzungsgrad sollten sie auf diese Weise auch das Gehäuse behandeln. Ebenfalls ratsam ist es, regelmäßig ein Pflegespray anzuwenden und auf die Schneiden aufzutragen.
Achten Sie außerdem bei der Arbeit mit Ihrer Akku-Heckenschere immer auf das Schnittbild. Wenn dieses unsauber wird, beispielsweise dadurch, dass die Zweige eher ausgerissen als zurechtgeschnitten wirken, ist es an der Zeit, die Klinge nachzuschärfen oder auszutauschen. Für das Nachschärfen gibt es spezielle Feilen, die teilweise auch im Lieferumfang inbegriffen sind. Alternativ ist es aber auch mit entsprechenden Aufsätzen für ein Multitool möglich. Wichtig ist dabei, die Klingen im selben Winkel wie dem des Erstschliffs nachzuschleifen. Wenn Sie keine Erfahrung in dieser Richtung haben, sollten Sie sich daher beim ersten Mal von einem Experten einweisen lassen, sonst werden Sie tendenziell unzufrieden mit dem Ergebnis sein.

 

Sicherheit

Ein wichtiges Sicherheits-Feature bei einer Akku-Heckenschere ist das Sicherheitsschalter-System. Die meisten Modelle sind mit zwei Sicherheitsschaltern ausgestattet, die gleichzeitig betätigt werden müssen. Sie fungieren dabei als Totmannschalter, sprich: Sobald sie nicht mehr gedrückt werden, schaltet sich das Gerät ab. Auf diese Weise sollen Verletzungen vermieden werden, wenn man beispielsweise den Halt verliert und die Heckenschere fallen lässt.
Ebenfalls zu nennen ist das Antiblockiersystem. Dieses sorgt dafür, dass der Motor seine Drehrichtung ändert, sobald die Klinge auf ungewohnt resistentes Material trifft. Dadurch soll verhindert werden, dass der Motor überbeansprucht wird oder sich gar überhitzt. Wenn das Problem dadurch nach ein paar Sekunden nicht behoben ist, schaltet sich das Gerät automatisch ab, um Schäden zu vermeiden. Leider sind nicht alle Modelle mit einem Antiblockiersystem ausgestattet, achten Sie beim Kauf also darauf, ob diese Sicherheitsvorkehrung vorhanden ist.

 

Achtung - giftig!

Ein Punkt, der bei der Heckenpflege oft übersehen wird, ist, dass viele gebräuchliche Heckenpflanzen wie Buchsbaum, Thuja oder Wacholder Giftstoffe in Blättern und Früchten anreichern, um sich vor Fressfeinden und Schädlingen zu schützen. Diese könne bei Einnahme, teilweise auch schon bei Hautkontakt, die Gesundheit beeinträchtigen. Informieren Sie sich daher im Vorfeld über Ihre Gartenpflanzen, tragen Sie Handschuhe bei der Arbeit und geben Sie Acht, dass der Grünschnitt nicht in die Reichweite von Kindern oder Haustieren gerät.

 

Ausstattung

Insgesamt kann die richtige Ausstattung bei einer Akku-Heckenschere einen großen Unterschied machen. Achten Sie daher darauf, was alles im Lieferumfang enthalten ist. Viele Modelle werden auch in einem Set mit vielen Zubehörteilen angeboten, wenn auch natürlich zu einem entsprechenden Aufpreis. Zu den möglichen Zubehörteilen gehören unter anderem:
  • Schnittgutsammler, die das Schnittgut direkt beim Schneiden aufsammeln und Ihnen damit anschließende Aufräumarbeiten ersparen können.
  • Teleskopgriffe, die es Ihnen ermöglichen, auch hohe Äste und Hecken zu beschneiden.
  • Feilen, mit denen Sie die Klingen der Heckenschere nachschleifen können.
  • Ersatzakkus, die Ihnen ein längeres durchgehendes Arbeiten ermöglichen.

 

Weitere Aspekte beim Kauf

Gewicht

Mit einer Heckenschere kommt es durchaus vor, dass man auch über Kopf oder zumindest in erhöhter Position arbeiten muss. Bei einem schweren Gerät können daher schon kleine Gewichtsunterschiede einen großen Unterschied machen. Auch wenn Sie in der Regel mehr auf die Waage bringen als ein kabelgebundenes Modell, sind Akku Heckenscheren üblicherweise keine Schwergewichte. Im Schnitt müssen Sie mit einem Gewicht von 2 bis 5 kg rechnen. Bei längeren Arbeiten ist dies immer noch vergleichsweise schwer, aber wenn Sie bereit sind, bei der Schwertlänge einen Kompromiss einzugehen und eine Heckenschere mit kleiner Schnittlänge Ihnen ausreicht, können Sie problemlos Modelle finden, die 2,5 kg oder weniger wiegen.

Lautstärke

Elektrische Heckenscheren – und das gilt gleichermaßen für Varianten mit Kabel und solche mit Akku – sind selbstverständlich nicht komplett geräuschlos, aber erreichen auch keine Geräuschpegel, welche die Gesundheit beeinträchtigen können. In der Regel müssen Sie mit einer Lautstärke zwischen 60 und 80 dB rechnen, wobei mehr als 70 dB bereits laut für eine Akku-Heckenschere ist. Stellen Sie aber trotzdem sicher, dass Sie sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien für den Einsatz halten und dass sich Ihre Nachbarn nicht gestört fühlen.

Kosten

Bei einer Akku-Heckenschere können die Preise sich sehr unterscheiden, wobei natürlich Aspekte wie Akkuleistung, Bedienkomfort und generelle Ausstattung eine Rolle spielen. Prinzipiell können Sie aber bereits ab 90 Euro zuverlässige und hochwertige Akku-Heckenscheren erstehen. Natürlich gibt es aber sowohl preislich als auch qualitativ noch Luft nach oben, sodass sie bei Spitzenmodellen mit bis zu 400 Euro rechnen müssen. Das gilt sowohl für Baumärkte als auch für Onlinehändler wie Amazon. Hier gilt es natürlich abzuwägen, wofür genau Sie die Heckenschere einsetzen wollen. Wenn Sie nur einmal im Jahr einen Busch zurechtschneiden wollen, reicht ein einfaches Modell völlig aus, aber bei größeren oder anspruchsvolleren Projekten sollten Sie auch ein entsprechendes Budget einplanen.

 

Wann dürfen Hecken gestutzt werden?

Was den Zeitraum angeht, an dem Sie Ihre Hecke schneiden dürfen, müssen Sie sich an die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben halten, wenn Sie keine empfindlichen Geldstrafen riskieren wollen.
Zum einen gilt es hier die Regularien des Bundesnaturschutzgesetzes zu beachten. Nach diesen dürfen Sie Hecken und Gehölze von März bis September nicht eingreifend beschneiden. Das heißt aber nicht, dass Sie die Hecke in diesem Zeitraum wild wuchern lassen müssen – schonende Form- und Pflegeschnitte sind ausdrücklich erlaubt. Abstehende Ästchen und Zweige können Sie dementsprechend auch den Sommer über guten Gewissens zurechtstutzen. Wir würden Sie aber darum bitten, Rücksicht auf brütende Vögel zu nehmen. Diese fühlen sich von derartigen Gartenarbeiten gestört und lassen schlimmstenfalls sogar das Nest zurück.
Zum anderen sollten Sie auch die Geräte- und Lärmschutzverordnung im Auge behalten. Diese sieht vor, dass motorisierte Gartengeräte an Sonn- und Feiertagen nicht genutzt werden dürfen und legt auch an allen anderen Tagen Ruhezeiten 13 bis 15 Uhr sowie von 20 bis 7 Uhr fest. Hiervon können lokale Verordnungen auch abweichen, weshalb Sie diese im Zweifelsfall noch überprüfen sollten. Natürlich kann aber auch schon ein freundliches Wort mit dem Nachbarn ausreichen, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

 

Diese Modelle sind besonders beliebt

 

Wieviel Hecke kann man mit einer Akku-Heckenschere beschneiden?

Wie weit man mit seiner Akku-Heckenschere kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Sehr wichtig ist natürlich die Leistungsfähigkeit des Akkus. Dabei lohnt es sich vor allem einen Blick auf die Akkukapazität in Amperestunden (Ah) zu werfen. Diese gibt meist bereits ein gutes Gefühl dafür, wie lange ein Gerät am Laufen gehalten werden kann. In der Praxis muss diese natürlich auch mit der Spannung in Volt (V) verrechnet werden. Sie können aber damit rechnen, dass eine Akku Heckenschere zwischen 40 und 80 Minuten am Stück in Betrieb gehalten werden kann. Eine Angabe in Metern zu machen, gestaltet sich jedoch schwierig, da es noch weitere, teils sehr individuelle Faktoren gibt, die Ihren Anteil am Arbeitsfortschritt haben. Die Schwertlänge beispielsweise gibt vor, wie groß der Bereich ist, den Sie mit einer Bewegung abdecken können. Das Gewicht der Heckenschere kann sich ebenfalls nachhaltig auf ihre Arbeitsgeschwindigkeit auswirken – je länger und schwerer die Akku Heckenschere ist, desto umständlicher ist es logischerweise sie zu manövrieren. Und nicht zuletzt spielen natürlich auch die Eigenschaften der Pflanze, welche Sie beschneiden wollen, eine große Rolle. Faktoren wie die Größe und die Höhe einer Hecke spielen hier ebenso hinein wie die Dicke der Äste oder auch die generelle Zugänglichkeit.

 

Tipps zum korrekten Arbeiten

  1. Legen Sie an der Hecke eine Gartenfolie aus, um den Grünschnitt aufzufangen.
  2. Stellen Sie sicher, dass keine Vögel in der Hecke brüten – falls doch, sollten Sie den Heckenschnitt verschieben.
  3. Entfernen Sie allzu groben Wildwuchs von Hand oder mit einer manuellen Heckenschere, um Schäden am Gerät vorzubeugen.
  4. Beginnen Sie am unteren Teil der Hecke und arbeiten Sie sich mit gleichmäßigen Bewegungen nach oben.
  5. Schneiden Sie am oberen Part der Hecke keilförmig etwas mehr ab, um der Pflanze eine bessere Sonnenbestrahlung zu ermöglichen.
  6. Bringen Sie – idealerweise mithilfe einer Leiter – den oberen Teil der Hecke in Form.
  7. Entsorgen Sie das Schnittgut

Entsorgung des Schnittguts

Denken Sie daran, dass die Schnittabfälle bei der Arbeit mit Ihrer Heckenschere zu 100 % recycelt werden kann. Je nach zur Verfügung stehenden Möglichkeiten können Sie diese also in die Biotonne oder einen eigenen Komposter geben. Bei größeren Arbeiten besteht auch immer die Möglichkeit, die Pflanzenreste an einer kommunalen Sammelstelle abzuliefern.

 

Alternativen zur Akku-Heckenschere

Elektro-HeckenscherenBenzin-HeckenscherenManuelle Heckenscheren

Elektro-Heckenscheren

Elektro-Heckenscheren sind vom Funktionsprinzip nahezu identisch mit Akku-Heckenscheren – beide werden von einem Elektromotor angetrieben, nur dass dieser bei einer klassischen elektrischen Heckenschere durch ein Stromkabel und nicht durch einen Akku betrieben wird. Dadurch sind Elektro-Heckenscheren leichter und länger am Stück einsetzbar als die Akku-Modelle. Zudem sind kabelgebundene Modelle derselben Preisklasse meist leistungsstärker als die kabellosen Gegenstücke. Im Gegenzug sind haben Sie aber auch einen eingeschränkten Operationsradius und bieten durch das Kabel ein zusätzliches Unfallrisiko.

Benzin-Heckenscheren

Heckenscheren mit Verbrennungsmotor haben einen ganz klaren Vorteil: Sie weisen eine Leistungsfähigkeit auf, mit der keine elektrische Heckenschere mithalten kann und sind zudem ähnlich mobil wie ein Akku-Modell. Aber auch die Nachteile sind recht offensichtlich. Sowohl die Lärm- als auch die Umweltbelastung ist bei einem solchen Gerät ungleich höher als bei einer Elektro- oder Akku-Heckenschere. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist der erhöhte Wartungsaufwand, den ein Benzinmotor mit sich bringt. Auch preislich sind Benzin-Heckenscheren deutlich höher anzusetzen als Akkumodelle, weshalb sich diese Kraftprotze meistens nur für den gewerblichen Betrieb eignen.

Manuelle Heckenscheren

Der Klassiker unter den Heckenscheren ist natürlich nach wie vor die manuell betriebene Heckenschere. Diese funktioniert nach demselben Prinzip wie eine gewöhnliche Küchen- oder Gartenschere, zeichnet sich aber durch ihre langen Griffe aus, die eine besonders gute Hebelwirkung bieten. Manuelle Heckenscheren kosten nicht viel, brauchen keine Energiequelle und sind einfach zu bedienen, aber die Arbeit mit ihnen ist natürlich deutlich zeitaufwendiger als mit einem motorisierten Modell. Für feinere und präzisere Arbeiten sind Sie aber meist besser geeignet als Akku-Heckenscheren, sodass es sich durchaus anbietet, sich eine manuelle Heckenschere oder ein spezialisiertes Modell wie eine Buchsbaumschere als Ergänzung zuzulegen.